Luigi Garzi (Rome, 1638 – Rome, 1721)
Allegory of Time Discovering the Truth
Oil on canvas (91 x 140 cm – Framed 107 x 155 cm)
Work accompanied by an expert opinion by Dr. Arabella Cifani
COMPLETE DETAILS OF THE PIECE
The theme of „Time Discovering the Truth“ is a widespread allegorical subject in European painting, especially between the Renaissance and Baroque periods. It finds its philosophical roots in the thought of Seneca, who, in his treatise „De Ira,“ wrote: „Dandum semper est tempus: veritatem dies aperit“ (One must always give oneself time: time discovers the truth).
The philosopher suggests that truth and virtue always triumph, overcoming lies and appearances, encouraging patience and not acting impulsively.
This subject also has a moral implication: it is an allegory celebrating the triumph of justice, the finally recognized innocence, based on the idea that, despite efforts to hide it, the truth always emerges over time.
In the painting, we see a young, half-naked girl, Truth, sleeping in a shady corner, draped in a blue curtain. On the left, Time, a winged elder from mythological memory, prepares to gently uncover her and awaken her, with a scythe on his shoulder and an hourglass at his feet, a symbol of the passing of moments in the world.
On the right, two cherubs appear, one of whom carries a torch, illuminating the truth that is returning to light. In essence, the painting highlights the theme of Truth, which always comes to light, even if it has been covered or hidden for a long time.
The painting is rich in classical references, beginning with the figure of Truth, which is clearly inspired by the famous Sleeping Ariadne in the Vatican Museums, while the two cherubs seem closer to the lively children that populate the vaults of Annibale Carracci’s Galleria Farnese.
The work is clearly Roman in origin and is attributed to Luigi Garzi (Rome, 1638 – Rome, 1721), an important Italian Baroque painter and a prominent figure in the Roman art scene between the 17th and 18th centuries.
He initially trained in Pistoia and then moved to Rome, where he entered the workshop of Andrea Sacchi, who shaped his style toward the classicism of Raphael, Domenichino, and Nicolas Poussin. He was also strongly influenced by Emilian influences, particularly Giovanni Lanfranco, who shaped his taste and style, along with a modulated Cortonism. His 18th-century sensibilities were influenced by the influence of Carlo Maratta.
However, there is no doubt that the painter shaped his personality without ever succumbing to imitation, achieving a refined elegance and autonomy of expression, as clearly demonstrated by the canvas under study here. In this work, many and varied influences find a refined amalgamation, perfectly in harmony with the Baroque evolution between the 17th and 18th centuries, suggesting a date to his late maturity.
His painting—a clear and calm language, at times whimsical and refined—the restrained theatricality of his compositions, the ability to assimilate and rework figurative ideas from various sources, from Emilian to French, and the enameled colors, often in cool tones, sealed his success in Rome and the territories of the Papal States.
Garzi’s career unfolded almost entirely in Rome, marked by many successes and prestigious commissions, such as the frescoes in Palazzo Borghese and San Carlo al Corso, and the dome of the Cybo Chapel in Santa Maria del Popolo.
The painting under study here presents many similarities with Garzi’s works. from the muscular male nude of Time, which is very similar in a drawing from the Accademia di San Luca and another from the Berlin Museum, to the woman’s face, which appears particularly similar to that of the woman in the Pommersfelden canvas, Schloss Weißenstein.
Bibliography:
Luigi Garzi 1638-1721. Roman Painter,“ edited by Francesco Grisolia and Guendalina Serafinelli, Milan, Officina Libraria, 2018, see previous bibliography;
Principi, Patrizia, „Luigi Garzi inventor“: prints of invention and translation from the Istituto Centrale per la Grafica, in: Storia dell’arte, Nuova serie 1/2 (2021), pp. 218-237.
ADDITIONAL INFORMATION:
The painting is in good condition, with a joint between two canvases at the top.
The work is sold complete with a gilded wooden frame and comes with a certificate of authenticity and an iconographic
Luigi Garzi (Rom, 1638 – Rom, 1721)
Allegorie der Zeit, die die Wahrheit entdeckt
Öl auf Leinwand (91 x 140 cm – gerahmt 107 x 155 cm)
Das Werk wird von einem Gutachten von Dr. Arabella Cifani begleitet
VOLLSTÄNDIGE ANGABEN ZUM WERK
Das Thema „Die Zeit entdeckt die Wahrheit“ ist ein weit verbreitetes allegorisches Motiv in der europäischen Malerei, insbesondere zwischen der Renaissance und dem Barock. Seine philosophischen Wurzeln liegen im Denken Senecas, der in seiner Abhandlung „De Ira“ schrieb: „Dandum semper est tempus: veritatem dies aperit“ (Man muss sich immer Zeit lassen: Die Zeit entdeckt die Wahrheit).
Der Philosoph legt nahe, dass Wahrheit und Tugend stets triumphieren, Lügen und Schein überwinden, und ermahnt zur Geduld und dazu, nicht impulsiv zu handeln.
Dieses Thema hat auch eine moralische Implikation: Es ist eine Allegorie, die den Triumph der Gerechtigkeit und die schließlich anerkannte Unschuld feiert, basierend auf der Vorstellung, dass die Wahrheit trotz aller Bemühungen, sie zu verbergen, mit der Zeit immer ans Licht kommt.
Auf dem Gemälde sehen wir ein junges, halbnacktes Mädchen, die Wahrheit, das in einer schattigen Ecke schläft, in einen blauen Vorhang gehüllt. Links bereitet sich die Zeit, ein geflügelter Ältester aus mythologischer Erinnerung, darauf vor, sie sanft zu enthüllen und zu wecken, mit einer Sense auf der Schulter und einer Sanduhr zu seinen Füßen, einem Symbol für das Vergehen der Momente in der Welt.
Rechts erscheinen zwei Cherubim, von denen einer eine Fackel trägt, die die Wahrheit beleuchtet, die wieder ans Licht kommt. Im Wesentlichen hebt das Gemälde das Thema der Wahrheit hervor, die immer ans Licht kommt, auch wenn sie lange Zeit verdeckt oder verborgen war.
Das Gemälde ist reich an klassischen Anspielungen, angefangen bei der Figur der Wahrheit, die eindeutig von der berühmten „Schlafenden Ariadne“ in den Vatikanischen Museen inspiriert ist, während die beiden Cherubim eher den lebhaften Kindern ähneln, die die Gewölbe der Galleria Farnese von Annibale Carracci bevölkern.
Das Werk ist eindeutig römischen Ursprungs und wird Luigi Garzi (Rom, 1638 – Rom, 1721) zugeschrieben, einem bedeutenden italienischen Barockmaler und einer herausragenden Persönlichkeit der römischen Kunstszene zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert.
Er absolvierte zunächst eine Ausbildung in Pistoia und zog dann nach Rom, wo er in die Werkstatt von Andrea Sacchi eintrat, der seinen Stil in Richtung des Klassizismus von Raffael, Domenichino und Nicolas Poussin prägte. Er stand zudem unter starkem emilianischem Einfluss, insbesondere von Giovanni Lanfranco, der seinen Geschmack und Stil prägte, sowie unter dem Einfluss eines modifizierten Cortonismus. Seine Sensibilität des 18. Jahrhunderts wurde durch den Einfluss von Carlo Maratta geprägt.
Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass der Maler seine Persönlichkeit formte, ohne jemals der Nachahmung zu verfallen, und dabei eine raffinierte Eleganz und Ausdrucksautonomie erreichte, wie das hier untersuchte Gemälde deutlich zeigt. In diesem Werk finden vielfältige Einflüsse eine raffinierte Verschmelzung, die perfekt im Einklang mit der barocken Entwicklung zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert steht und auf eine Entstehung in seiner späten Reifezeit hindeutet.
Seine Malerei – eine klare und ruhige Sprache, zuweilen skurril und raffiniert –, die zurückhaltende Theatralik seiner Kompositionen, die Fähigkeit, figurative Ideen aus verschiedenen Quellen, von emilianischen bis zu französischen, aufzunehmen und neu zu gestalten, sowie die emaillierten Farben, oft in kühlen Tönen, besiegelten seinen Erfolg in Rom und den Gebieten des Kirchenstaates.
Garzis Karriere spielte sich fast ausschließlich in Rom ab und war geprägt von zahlreichen Erfolgen und prestigeträchtigen Aufträgen, wie den Fresken im Palazzo Borghese und in San Carlo al Corso sowie der Kuppel der Cybo-Kapelle in Santa Maria del Popolo.
Das hier untersuchte Gemälde weist viele Ähnlichkeiten mit Garzis Werken auf. Dies reicht vom muskulösen männlichen Akt der Zeit, der einer Zeichnung aus der Accademia di San Luca und einer weiteren aus dem Berliner Museum sehr ähnlich ist, bis hin zum Gesicht der Frau, das dem der Frau auf dem Gemälde aus Pommersfelden, Schloss Weißenstein, besonders ähnlich erscheint.
Bibliografie:
Luigi Garzi 1638–1721. „Roman Painter“, herausgegeben von Francesco Grisolia und Guendalina Serafinelli, Mailand, Officina Libraria, 2018, siehe vorherige Bibliografie;
Principi, Patrizia, „Luigi Garzi inventor“: Drucke der Erfindung und Übersetzung aus dem Istituto Centrale per la Grafica, in: Storia dell’arte, Nuova serie 1/2 (2021), S. 218–237.
WEITERE INFORMATIONEN:
Das Gemälde befindet sich in gutem Zustand, mit einer Nahtstelle zwischen zwei Leinwänden am oberen Rand.
Das Werk wird komplett mit einem vergoldeten Holzrahmen verkauft und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer ikonografischen
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| Epoche | Vor 1890 |
|---|---|
| Jahr | 1700 |
| Produktionszeitraum | Vor 1890 |
| Hergestellt in | Italien |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Objekt wird dem oben genannten Designer/Hersteller zugeschrieben. Es hat keine Kennzeichnung |
| Stil | Klassisch, Figurative, Italian, Louis XIV, Alte Meister, Portraiture, Religious, Barock |
| Zustand | Gut — Dieser Vintage/antike Artikel kann einige Gebrauchsspuren wie Kratzer und andere Zeichen der Zeit aufweisen. |
| Details über Schäden und Restaurierungen |
Leichte altersbedingte Gebrauchsspuren, Altersbedingte Patina, Zum Teil restauriert, Neu bezogen
|
| Artikelnummer | CYT-2497348 |
| Material | Öl auf Leinwand |
| Farbe | Mehrfarbig |
| Breite | 155 cm 155 cm |
| Tiefe | 12 cm 12 cm |
| Höhe | 107 cm 107 cm |














































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