Ladislav Emil Berka
Fly, 19329
Hand-signed in pencil
Original later Gelatin Silver Print by the artist
312 x 242 mm
On the reverse:
Hand-signed „L. E. Berka“ in pencil
Author’s ink stamp „L. E. Berka“
Provenance ink stamp: „Sbírka Peter Dressler“ (Peter Dressler Collection)
Institutional Copy:
Another print of this photograph is held in the permanent collection of the Moravian Gallery in Brno (Inventory Number: MGA 5054)
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THE ARTIST
Born in Prague in 1907, Berka was completely self-taught as a photographer. He studied at a reálka (a non-classical secondary school focused on sciences and modern languages), which likely fed his rational, technical worldview. His artistic life took a massive turn in the late 1920s when he was swept up by progressive European art movements.
Alongside his close peers Alexander Hackenschmied (later known as the filmmaker Alexander Hammid) and Jiří Lehovec, Berka became part of what historians call the „Aventinum Trio“ (named after their exhibitions at the Aventinská mansarda). Together, they championed „New Photography“ (Neue Sachlichkeit or New Objectivity) and progressive film criticism in Czechoslovakia.
In 1929, Berka traveled to Germany to attend the seminal „Film und Foto“ (FiFo) exhibition in Stuttgart, an event that permanently reshaped his vision. He absorbed the structural philosophies of the Bauhaus and functionalism.
His work became known for intense macro close-ups, sweeping diagonal compositions, and clever advertising montages featuring objects like lightbulbs, typewriter keys, and rolled cinema film. His experimental apex was a striking series called Praha v surimpresi (Prague in Superimposition), featuring ghost-like double exposures and long-exposure night shots of moving city lights.
By 1933, Berka mostly stepped away from active photography. He became an editor for the weekly magazine Ahoj na neděli (Hello on Sunday). After World War II, he worked for the prominent magazine Květy (until 1967) and served as a graphic designer and picture editor for major publishing houses like Práce and Orbis.
He passed away in Prague in 1993, just as a massive wave of international appreciation for his early avant-garde work was taking off.
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EXHIBITIONS
Aventinská mansarda, Prague (1930, 1931): The debut showcases for the Aventinum Trio, introducing their functionalist, film-influenced photographic style to the public.
Exhibitions of Social Photography (1933, 1934): Pivotal interwar shows in Prague where avant-garde techniques met social realism.
Ladislav Emil Berka – Fotografie (1992): Held at the House of Arts (Dům umění města Brna) in Brno, curated by the renowned photo-historian Antonín Dufek. This served as a vital retrospective just before Berka’s death.
Galerie Faber Portfolio (Vienna, 1991): The influential Galerie Johannes Faber released a dedicated collector’s portfolio of Berka’s work, which helped skyrocket his recognition in Western Europe.
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RECOGNITION and MARKET
The market for Ladislav Emil Berka’s work is highly specialised. Original vintage prints remain exceptionally rare, but premier European platforms like OstLicht and Grisebach galleries frequently trade his work. His iconic 1930s functionalist motifs and later gelatin silver prints are consistently traded between €1,200 and €3,000 at these venues, driven by collectors of the Czech interwar avant-garde.
A prime benchmark is a similar photograph, Glass (1931), which sold as lot 28 in Vienna on October 11, 2018, for €1,700 plus buyer’s premium, affirming his stable value among collectors.
Ladislav Emil Berka
Fly, 19329
Mit Bleistift handsigniert
Original-Gelatinesilberabzug des Künstlers aus späterer Zeit
312 x 242 mm
Auf der Rückseite:
Mit Bleistift handsigniert „L. E. Berka“
Tintenstempel des Künstlers „L. E. Berka“
Tintenstempel zur Provenienz: „Sbírka Peter Dressler“ (Sammlung Peter Dressler)
Institutionelles Exemplar:
Ein weiterer Abzug dieser Fotografie befindet sich in der ständigen Sammlung der Mährischen Galerie in Brünn (Inventarnummer: MGA 5054)
DER KÜNSTLER
Berka wurde 1907 in Prag geboren und war als Fotograf ein absoluter Autodidakt. Er besuchte eine „reálka“ (eine nicht-klassische Sekundarschule mit Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und modernen Sprachen), was wahrscheinlich seine rationale, technische Weltanschauung prägte. Sein künstlerisches Leben nahm Ende der 1920er Jahre eine entscheidende Wende, als er von den progressiven europäischen Kunstbewegungen mitgerissen wurde.
Zusammen mit seinen engen Weggefährten Alexander Hackenschmied (später bekannt als der Filmemacher Alexander Hammid) und Jiří Lehovec wurde Berka Teil dessen, was Historiker als das „Aventinum-Trio“ bezeichnen (benannt nach ihren Ausstellungen in der Aventinská mansarda). Gemeinsam setzten sie sich in der Tschechoslowakei für die „Neue Fotografie“ (Neue Sachlichkeit) und eine progressive Filmkritik ein.
1929 reiste Berka nach Deutschland, um die wegweisende Ausstellung „Film und Foto“ (FiFo) in Stuttgart zu besuchen – ein Ereignis, das seine Sichtweise nachhaltig prägte. Er machte sich die strukturellen Philosophien des Bauhauses und des Funktionalismus zu eigen.
Sein Werk wurde bekannt für intensive Makro-Nahaufnahmen, weitläufige diagonale Kompositionen und raffinierte Werbemontagen mit Objekten wie Glühbirnen, Schreibmaschinentasten und aufgerolltem Kinofilm. Sein experimenteller Höhepunkt war eine eindrucksvolle Serie mit dem Titel „Praha v surimpresi“ (Prag in Überbelichtung), die geisterhafte Doppelbelichtungen und Langzeitbelichtungen von sich bewegenden Lichtern der Stadt bei Nacht zeigte.
Bis 1933 zog sich Berka weitgehend aus der aktiven Fotografie zurück. Er wurde Redakteur bei der Wochenzeitschrift „Ahoj na neděli“ (Hallo am Sonntag). Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er für die renommierte Zeitschrift „Květy“ (bis 1967) und war als Grafikdesigner und Bildredakteur für große Verlage wie „Práce“ und „Orbis“ tätig.
Er verstarb 1993 in Prag, gerade als eine massive Welle internationaler Anerkennung für sein frühes avantgardistisches Werk einsetzte.
AUSSTELLUNGEN
Aventinská mansarda, Prag (1930, 1931): Die ersten Ausstellungen des Aventinum-Trios, bei denen sie der Öffentlichkeit ihren funktionalistischen, vom Film beeinflussten fotografischen Stil vorstellten.
Ausstellungen zur Sozialfotografie (1933, 1934): Wegweisende Ausstellungen der Zwischenkriegszeit in Prag, bei denen avantgardistische Techniken auf den sozialen Realismus trafen.
Ladislav Emil Berka – Fotografie (1992): Die Ausstellung fand im Haus der Künste (Dům umění města Brna) in Brünn statt und wurde vom renommierten Fotohistoriker Antonín Dufek kuratiert. Sie diente als wichtige Retrospektive kurz vor Berkas Tod.
Galerie Faber Portfolio (Wien, 1991): Die einflussreiche Galerie Johannes Faber veröffentlichte ein spezielles Sammlerportfolio mit Berkas Werken, was dazu beitrug, seinen Bekanntheitsgrad in Westeuropa sprunghaft zu steigern.
ANERKENNUNG UND MARKT
Der Markt für Ladislav Emil Berkas Werke ist hochspezialisiert. Original-Vintage-Abzüge sind nach wie vor äußerst selten, doch führende europäische Galerien wie OstLicht und Grisebach handeln regelmäßig mit seinen Werken. Seine ikonischen funktionalistischen Motive aus den 1930er Jahren und seine späteren Gelatinesilberabzüge werden an diesen Orten durchweg zu Preisen zwischen 1.200 € und 3.000 € gehandelt, angetrieben von Sammlern der tschechischen Avantgarde der Zwischenkriegszeit.
Ein wichtiger Maßstab ist eine ähnliche Fotografie, „Glass“ (1931), die am 11. Oktober 2018 in Wien als Los 28 für 1.700 € zuzüglich Käuferaufschlag verkauft wurde und damit seinen stabilen Wert bei Sammlern untermauert.
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| Epoche | 1920 bis 1949 |
|---|---|
| Produktionszeitraum | 1980 bis 1989 |
| Hergestellt in | Tschechische Republik |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Stück verfügt über eine Kennzeichnung |
| Stil | Abstraction, Art Deco, Modern |
| Zustand | Ausgezeichnet — Dieses Vintage/antike Objekt ist in nahezu originalem Zustand. Es kann minimale Gebrauchsspuren und/oder kleinere Restaurierungen aufweisen. |
| Artikelnummer | YWW-2588102 |
| Material | Fotopapier |
| Farbe | Schwarz |
| Breite | 25 cm 24.2 cm |
| Tiefe | 1 cm 0.1 cm |
| Höhe | 32 cm 31.2 cm |

























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