Gaspare Diziani
(Belluno 1689 – Venice 1767)
Allegory of Sleep (or Night)
19 x 39 cm – In a fine frame with Rococo carvings, 37 x 56 cm.
Provenance: Hampel Fine Art Auctions, Munich, 04/07/2018, Lot 467
This small gem of Venetian Rococo painting illustrates a fascinating allegorical composition of Sleep: at the center, a reclining female figure with large wings represents Night (Nyx), one of the primordial deities of Greek mythology, protector of rest.
The woman holds a bouquet of poppies in one hand and wears a crown of poppy flowers and poppy capsules, a dream symbol that, in reference to opium, is associated with deep sleep and Morpheus, as its hypnotic properties induce oblivion, rest, and dreams.
Beside her, two small sleeping cherubs, in a state of complete bodily abandon, symbolize the soporific effect of the night: one lies asleep in the foreground on a golden drape, while the other, on the right, rests reclining with his head resting on his arm.
These are the sons of the Night, the twins Hypnos and Thanatos, who according to classical mythology were the divine personifications of Sleep and Peaceful Death (hence the famous Latin phrase: consanguineus lethi sopor, „sleep is the brother of death“).
The image of sleeping cherubs was considered in ancient times an allegory of eternal sleep and liberation from earthly toil: the overall atmosphere of the work appears suffused and languid, specifically created to visually convey the sensation of nighttime rest and tranquility.
Of exquisite quality and preservation, the canvas displays characteristics that indicate its Venetian origins, due to the exuberant colors and lively brushwork. In particular, the work bears a traditional attribution to the master Gaspare Diziani (Belluno 1689 – Venice 1767), a refined protagonist of the 18th-century Venetian art scene.
We recognize his characteristic use of color, with a vibrant palette, and soft chiaroscuro, with light effectively distributed to create a beautiful sense of depth and volume. In the color scheme, the triad of red, yellow, and blue is here reinterpreted in pastel shades, in keeping with the late Baroque style.
Arriving in Venice from Belluno around 1710, Diziani was a pupil first of Gregorio Lazzarini, the last provincial exponent of Baroque tenebrism, and then of Sebastiano Ricci, whose teachings were crucial in developing a style of painting rich in texture, chromatic accentuation, and strong, lively brushstrokes.
Initially devoted to theatrical set design, during the second decade of his career he worked in Dresden, at the court of Augustus III of Saxony, and in Munich. His presence in Venice is again documented in 1720, but he was also known to be present in several cities in the Veneto region, painting works of considerable artistic value, especially in Belluno and Padua.
ADDITIONAL INFORMATION:
The work being sold is complete with an antique frame and comes with a certificate of authenticity and guarantee.
Gaspare Diziani
(Belluno 1689 – Venedig 1767)
Allegorie des Schlafes (oder der Nacht)
19 x 39 cm – In einem edlen Rahmen mit Rokoko-Schnitzereien, 37 x 56 cm.
Provenienz: Hampel Fine Art Auctions, München, 07.04.2018, Los 467
Dieses kleine Juwel der venezianischen Rokoko-Malerei zeigt eine faszinierende allegorische Darstellung des Schlafes: In der Mitte steht eine liegende weibliche Figur mit großen Flügeln, die die Nacht (Nyx) verkörpert, eine der Urgöttinnen der griechischen Mythologie und Beschützerin der Ruhe.
Die Frau hält einen Strauß Mohnblumen in einer Hand und trägt eine Krone aus Mohnblüten und Mohnkapseln, ein Traumsymbol, das in Anlehnung an Opium mit tiefem Schlaf und Morpheus assoziiert wird, da seine hypnotischen Eigenschaften Vergessen, Ruhe und Träume hervorrufen.
Neben ihr symbolisieren zwei kleine schlafende Cherubim, die sich in einem Zustand völliger körperlicher Hingabe befinden, die einschläfernde Wirkung der Nacht: Der eine liegt schlafend im Vordergrund auf einem goldenen Vorhang, während der andere, rechts, liegend ruht und seinen Kopf auf den Arm gestützt hat.
Es handelt sich um die Söhne der Nacht, die Zwillinge Hypnos und Thanatos, die der klassischen Mythologie zufolge die göttlichen Personifikationen des Schlafes und des friedlichen Todes waren (daher der berühmte lateinische Satz: consanguineus lethi sopor, „der Schlaf ist der Bruder des Todes“).
Das Bild schlafender Cherubim galt in der Antike als Allegorie des ewigen Schlafes und der Befreiung von irdischer Mühsal: Die Gesamtatmosphäre des Werks wirkt durchdrungen und träge, speziell geschaffen, um das Gefühl nächtlicher Ruhe und Gelassenheit visuell zu vermitteln.
Die Leinwand ist von exquisiter Qualität und in hervorragendem Erhaltungszustand und weist aufgrund der üppigen Farben und der lebhaften Pinselführung Merkmale auf, die auf ihre venezianische Herkunft hindeuten. Insbesondere wird das Werk traditionell dem Meister Gaspare Diziani (Belluno 1689 – Venedig 1767) zugeschrieben, einem bedeutenden Vertreter der venezianischen Kunstszene des 18. Jahrhunderts.
Wir erkennen seinen charakteristischen Umgang mit Farbe, mit einer lebendigen Palette und einem sanften Hell-Dunkel-Kontrast, wobei das Licht wirkungsvoll verteilt ist, um ein wunderschönes Gefühl von Tiefe und Volumen zu erzeugen. In der Farbgebung wird die Dreifaltigkeit aus Rot, Gelb und Blau hier in Pastelltönen neu interpretiert, ganz im Stil des Spätbarocks.
Diziani kam um 1710 aus Belluno nach Venedig war Diziani zunächst Schüler von Gregorio Lazzarini, dem letzten Vertreter des barocken Tenebrismus in der Provinz, und anschließend von Sebastiano Ricci, dessen Lehren entscheidend zur Entwicklung eines Malstils beitrugen, der sich durch reichhaltige Textur, chromatische Akzente und kräftige, lebendige Pinselstriche auszeichnet.
Zunächst widmete er sich der Theaterbühnenbildgestaltung; im zweiten Jahrzehnt seiner Karriere arbeitete er in Dresden am Hofe Augusts III. von Sachsen sowie in München. Seine Anwesenheit in Venedig ist 1720 erneut dokumentiert, doch war er auch in mehreren Städten der Region Venetien präsent und schuf dort Werke von beträchtlichem künstlerischem Wert, insbesondere in Belluno und Padua.
WEITERE INFORMATIONEN:
Das zum Verkauf stehende Werk ist mit einem antiken Rahmen versehen und wird mit einem Echtheits- und Garantiezertifikat geliefert.
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| Epoche | Vor 1890 |
|---|---|
| Jahr | 1740 |
| Produktionszeitraum | Vor 1890 |
| Hergestellt in | Italien |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Objekt wird dem oben genannten Designer/Hersteller zugeschrieben. Es hat keine Kennzeichnung |
| Stil | Klassisch, Figurative, Italian, Louis XV, Mediterranean, Alte Meister, Portraiture, Religious, Antik, Barock, Rococo |
| Zustand | Gut — Dieser Vintage/antike Artikel kann einige Gebrauchsspuren wie Kratzer und andere Zeichen der Zeit aufweisen. |
| Details über Schäden und Restaurierungen |
Leichte altersbedingte Gebrauchsspuren, Altersbedingte Patina, Neu bezogen, Zum Teil restauriert
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| Artikelnummer | CYT-2558095 |
| Material | Öl auf Leinwand |
| Farbe | Mehrfarbig |
| Breite | 56 cm 56 cm |
| Tiefe | 12 cm 12 cm |
| Höhe | 37 cm 37 cm |





































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