Ernest Joseph Laurent (1859-1929)
Soir d’Octobre
(October Evening)
Original Lithograph from the glorious portfolio „L’Estampe Moderne“, issue #11 (March 1898)
On wove paper
Year: 1898
Size (sheet): 405 x 305 mm
Signed in the plate „EJL“, lower left
Blind stamp of the publisher, lower right
Excellent condition: minor signs of age and handling
Full margins (not cropped, not trimmed)
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About the Collection (L’Estampe Moderne)
L’Estampe Moderne appeared in 1897-1899 as a series of 24 monthly fascicles, each containing 4 original lithographs, printed by Parisian Imprimerie Champenois. Many accomplished European Art Nouveau painters contributed works to this publication, which contained only Original prints invented and produced especially for this collection. The publication was edited by Charles Masson and H. Piazza. Each issue came in a paper cover bearing an original lithograph by Alphonse Mucha.
Each lithograph was accompanied by a tissue containing the details (title of the artwork, name of the artist, etc.) and a short text by a well-known author who inspired the artist.
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THE ARTIST
Ernest Laurent was a distinguished French painter associated with Neo-Impressionism and the Symbolist movement. A close friend and collaborator of Georges Seurat, Laurent initially experimented with Pointillism but eventually developed a more intimate, „soft-focus“ technique. He utilized a method of fine, vibratory strokes that bathed his subjects in a luminous, poetic atmosphere.
While his contemporaries often focused on grand landscapes or social scenes, Laurent became the master of the private, interior world. He was celebrated for his delicate portraits of women, often depicted in quiet moments of reflection, reading, or sewing. These works are characterized by a profound sense of silence and psychological depth, capturing the subtle interplay of light and shadow on skin and fabric. His ability to blend the rigorous structure of Seurat with a tender, emotional sensitivity earned him great acclaim, eventually leading to his appointment as a professor at the École des Beaux-Arts.
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from the text on the tissue paper:
Un long frisson descend des coteaux aux vallées;
Des coteaux et des bois, dans la plaine et les champs,
Le frisson de la nuit passe vers les allées.
– Oh l’angélus du soir dans les soleils couchants! –
Sous une haleine froide au loin meurent les chants,
Les rires et les chants dans les brumes épaisses.
Dans la brume qui monte ondule un souffle lent ;
Un souffle lent répand ses dernières caresses,
Sa caresse attristée au fond du bois tremblant;
Les bois tremblent; la feuille en flocon sec tournoie,
Tournoie et tombe au bord des sentiers désertés.
Sur la route déserte un brouillard qui la noie,
Un brouillard jaune étend ses blafardes clartés;
…
Les jours frileux et courts arrivent. C’est l’automne!
…
L’été meurt; son soupir glisse dans les lisières.
Sous le dôme éclairci des chênes a couru
Leur râle entre-choquant les ramures livides.
Elle est flétrie aussi ta riche floraison,
L’orgueil de ta jeunesse! Et bien des nids sont vides,
Ame humaine, où chantaient dans ta jeune saison
Les désirs gazouillants de tes aurores brèves.
Ame crédule! Ecoute en toi frémir encor,
Avec ces tintements douloureux et sans trêves
Frémir depuis longtemps l’automne dans tes rêves,
Dans tes rêves tombés dès leur premier essor.
Tandis que l’homme va, le front bas, toi, son âme,
Écoute le passé qui gémit dans les bois!
LEON DIERX
English Translation:
A long shiver descends from the hillsides to the valleys;
from the hills and the woods, into the plain and the fields,
The shiver of the night passes toward the pathways.
— Oh, the evening Angelus in the setting suns! —
Under a cold breath, the songs die away in the distance,
The laughter and the songs within the thick mists.
In the rising mist, a slow breath undulates;
A slow breath spreads its final caresses,
Its saddened caress deep within the trembling woods;
The woods tremble; the leaf in a dry flake whirls,
Whirls and falls at the edge of the deserted paths.
Upon the deserted road, a fog that drowns it,
A yellow fog spreads its wan lights;
…
The chilly and short days arrive. It is autumn!
…
Summer dies; its sigh glides through the forest edges.
Beneath the thinned dome of the oaks has run
Their death rattle, clashing the livid branches.
It is withered too, your rich flowering,
The pride of your youth! And many nests are empty,
O human soul, where sang in your young season
The chirping desires of your brief dawns.
Credulous soul! Listen to it still shuddering within you,
with these painful knells that know no truce,
Autumn has long been shuddering in your dreams,
In your dreams fallen from their very first flight.
While man walks with his brow bowed low, you, his soul,
Listen to the past moaning in the woods!
LEON DIERX
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Important:
. The listing is for the original print, in the above mentioned excellent condition.
. The original tissue paper introduction will be given to the buyer as a gift
. The cover by Mucha and the edition (back of the cover) are shown as a reference and proof of authenticity and edition
Ernest Joseph Laurent (1859–1929)
Soir d’Octobre
(Oktoberabend)
Original-Lithografie aus dem berühmten Portfolio „L’Estampe Moderne“, Ausgabe Nr. 11 (März 1898)
Auf Büttenpapier
Jahr: 1898
Format (Blatt): 405 x 305 mm
In der Platte signiert „EJL“, unten links
Blindstempel des Herausgebers, unten rechts
Hervorragender Zustand: geringfügige Alters- und Gebrauchsspuren
Vollrand (unbeschnitten, unbeschnitten)
Über die Sammlung (L’Estampe Moderne)
L’Estampe Moderne erschien von 1897 bis 1899 als Serie von 24 monatlichen Heften, die jeweils 4 Original-Lithografien enthielten und von der Pariser Imprimerie Champenois gedruckt wurden. Viele bedeutende europäische Jugendstil-Maler trugen Werke zu dieser Publikation bei, die ausschließlich Originaldrucke enthielt, die speziell für diese Sammlung entworfen und hergestellt wurden. Die Publikation wurde von Charles Masson und H. Piazza herausgegeben. Jede Ausgabe erschien in einem Papierumschlag, der eine Original-Lithografie von Alphonse Mucha zierte.
Jeder Lithografie lag ein Blatt Seidenpapier bei, das die Details (Titel des Kunstwerks, Name des Künstlers usw.) sowie einen kurzen Text eines bekannten Autors enthielt, der den Künstler inspiriert hatte.
DER KÜNSTLER
Ernest Laurent war ein angesehener französischer Maler, der dem Neoimpressionismus und der symbolistischen Bewegung zugeordnet wird. Als enger Freund und Mitarbeiter von Georges Seurat experimentierte Laurent zunächst mit dem Pointillismus, entwickelte aber schließlich eine intimere „Soft-Focus“-Technik. Er bediente sich einer Methode feiner, vibrierender Pinselstriche, die seine Motive in eine leuchtende, poetische Atmosphäre tauchten.
Während sich seine Zeitgenossen oft auf großartige Landschaften oder gesellschaftliche Szenen konzentrierten, wurde Laurent zum Meister der privaten, inneren Welt. Er wurde für seine zarten Frauenporträts gefeiert, die oft in stillen Momenten der Besinnung, beim Lesen oder Nähen dargestellt wurden. Diese Werke zeichnen sich durch ein tiefes Gefühl der Stille und psychologische Tiefe aus und fangen das subtile Wechselspiel von Licht und Schatten auf Haut und Stoff ein. Seine Fähigkeit, die strenge Struktur Seurats mit einer zarten, emotionalen Sensibilität zu verbinden, brachte ihm großen Beifall ein und führte schließlich zu seiner Ernennung zum Professor an der École des Beaux-Arts.
aus dem Text auf dem Seidenpapier:
Ein langer Schauer gleitet von den Hügeln hinab in die Täler;
Von den Hügeln und Wäldern, in der Ebene und auf den Feldern,
zieht der Schauer der Nacht zu den Alleen.
– Oh, der Abendglockenschlag in der untergehenden Sonne! –
Unter einem kalten Hauch verstummen in der Ferne die Lieder,
das Lachen und die Lieder im dichten Nebel.
Im aufsteigenden Nebel wogt ein langsamer Atem;
Ein langsamer Hauch verbreitet seine letzten Liebkosungen,
Seine traurige Liebkosung tief im zitternden Wald;
Die Wälder zittern; das Blatt wirbelt wie ein trockener Schneeflocken,
Wirbelt und fällt am Rande der verlassenen Pfade.
Auf der verlassenen Straße ein Nebel, der sie verschluckt,
Ein gelber Nebel breitet sein fahlen Licht aus;
…
Die kühlen, kurzen Tage kommen. Es ist Herbst!
…
Der Sommer stirbt; sein Seufzer gleitet in die Waldränder.
Unter dem lichter werdenden Blätterdach der Eichen ist
ihr Rachen gelaufen, das die fahlen Äste aneinanderprallen lässt.
Auch deine reiche Blüte ist verwelkt,
der Stolz deiner Jugend! Und viele Nester sind leer,
menschliche Seele, wo in deiner Jugendzeit
die zwitschernden Sehnsüchte deiner kurzen Morgenröten sangen.
Leichtgläubige Seele! Höre, wie es in dir noch immer zittert,
mit diesen schmerzhaften, unaufhörlichen Klängen,
wie der Herbst schon lange in deinen Träumen zittert,
in deinen Träumen, die schon bei ihrem ersten Aufkeimen zerbrachen.
Während der Mensch mit gesenktem Haupt geht, hörst du, seine Seele,
die Vergangenheit, die in den Wäldern stöhnt!
LEON DIERX
Englische Übersetzung:
Ein langer Schauer steigt von den Hängen hinab in die Täler;
von den Hügeln und den Wäldern, hin in die Ebene und auf die Felder,
der Schauer der Nacht zieht über die Wege.
— Oh, der abendliche Angelus in der untergehenden Sonne! —
Unter einem kalten Hauch verklingen die Lieder in der Ferne,
das Lachen und die Lieder im dichten Nebel.
Im aufsteigenden Nebel wogt ein langsamer Atem;
ein langsamer Atem breitet seine letzten Liebkosungen aus,
seine traurige Liebkosung tief im zitternden Wald;
Die Wälder zittern; das Blatt wirbelt in einem trockenen Flocken,
Wirbelt und fällt am Rande der verlassenen Pfade.
Auf der verlassenen Straße, ein Nebel, der sie ertränkt,
Ein gelber Nebel breitet sein fahles Licht aus;
…
Die kühlen und kurzen Tage kommen. Es ist Herbst!
…
Der Sommer stirbt; sein Seufzer gleitet durch die Waldränder.
Unter der lichter gewordenen Kuppel der Eichen ist
Ihr Todesröcheln verhallt, die blassen Äste aneinander schlagend.
Auch deine üppige Blüte ist verwelkt,
Der Stolz deiner Jugend! Und viele Nester sind leer,
O menschliche Seele, wo in deiner jungen Zeit sangen
Die zwitschernden Sehnsüchte deiner kurzen Morgenröten.
Leichtgläubige Seele! Hör, wie es noch immer in dir zittert,
mit diesen schmerzhaften Totenglocken, die keine Ruhe kennen,
Der Herbst zittert schon lange in deinen Träumen,
In deinen Träumen, die schon bei ihrem ersten Flug gefallen sind.
Während der Mensch mit gesenktem Haupt wandelt, hörst du, seine Seele,
Wie die Vergangenheit in den Wäldern stöhnt!
LEON DIERX
Wichtig:
. Das Angebot bezieht sich auf den Originaldruck in dem oben genannten ausgezeichneten Zustand.
. Das originale Einlegeblatt aus Seidenpapier wird dem Käufer als Geschenk mitgegeben.
. Der Einband von Mucha und die Auflagennummer (Rückseite des Einbands) dienen als Referenz und als Nachweis für die Echtheit und Auflage.
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| Epoche | 1890 bis 1919 |
|---|---|
| Jahr | 1898 |
| Produktionszeitraum | 1890 bis 1919 |
| Hergestellt in | Frankreich |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Stück verfügt über eine Kennzeichnung |
| Stil | French, Jugendstil |
| Zustand | Ausgezeichnet — Dieses Vintage/antike Objekt ist in nahezu originalem Zustand. Es kann minimale Gebrauchsspuren und/oder kleinere Restaurierungen aufweisen. |
| Artikelnummer | YWW-2536429 |
| Material | Lithografie, Papier |
| Farbe | Mehrfarbig |
| Breite | 31 cm 30.5 cm |
| Tiefe | 1 cm 0.1 cm |
| Höhe | 41 cm 40.5 cm |


































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