Antonio Tibaldi (Rome, c. 1633 – c. 1684)
Still Life with Precious Objects, Brocade Fabrics, and a Plate with Sweets
C. 1650/1660
Oil on canvas (96 x 130 cm – Framed 115 x 150 cm)
For more information on the artist, see the essay: „Still Life Painters in Rome. Italian Artists, 1630-1750“ – Gianluca and Ulisse Bocchi – 2005
This prestigious still life, with its incredible scenic effect, depicts an opulent display of precious objects, including vases, jugs, and plates made of precious metals, a stringed musical instrument (a guitar), a cushion, and an elegant fabric embroidered with gold thread. On the right, a precious damask curtain opens the scene like a theater curtain.
The large dimensions of the canvas fit the typically Roman format of the so-called „emperor’s canvas,“ a Baroque term used to frame canvases measuring approximately 130 x 90 cm.
The painting is by the Roman painter Antonio Tibaldi, whose compositions enjoyed considerable success in Baroque Rome thanks to his particular attention to the rendering of the exquisite details of the objects depicted, which made each of his works particularly precious and elegant.
He worked contemporaneously with Carlo Manieri, with whom he shared some of the same display formats. However, while the latter indulged in the depiction of elaborate architectural structures, Tibaldi displayed a more pronounced tendency toward saturating spaces and backgrounds enclosed by heavy draperies, in keeping with the fashion set by Francesco Maltese.
For comparison, supporting our attribution, it is easy to mention the two „Still Lifes with Brocades and Goldsmith’s Objects“ held at the Musée Fresch in Ajaccio, France, commissioned around 1650 in Rome by Cardinal Fresch, which have more than one competing element, which we see reflected in the canvas presented here.
The pair of „Still Lifes with a Casket, Sweets and Precious Objects,“ correctly attributed to Tibaldi and sold on the Milanese antiques market in 1987 (image 2 – Finarte, Milan, May 6-7, 1987, lots 246 and 247, as F. Fieravino), are also virtually identical to ours. In one of the two canvases, the important engraved casket features the heraldic emblem of three bees, testifying to the commission by the Barberini family.
This testifies to the fact that Antonio Tibaldi enjoyed considerable esteem among a Roman patriciate particularly inclined to these pompous depictions, working for the most powerful Roman families: among the most influential patrons, besides the Barberini (Pope Urban VIII), we know also to have included the Chigi (Pope Alexander VII) and the Colonna.
Our painting also features a coat of arms, albeit difficult to interpret (near the base of the vase, embossed in gilded metal), with a rampant lion in an oval shield surmounted by a crown.
Tibaldi’s artistic production is characterized by a series of recurring motifs, which we also find in our work: among these, the tendency to fill the pictorial space as much as possible by placing rugs or damask fabrics on stone tables decorated with Renaissance-inspired motifs. But also the typical sugary sweets, here arranged on a silver platter: biscuits and candied fruit, rendered in a highly personal and distinctive way by Tibaldi, giving them a spongy texture. The same sweets can be found not only in the works mentioned above, but also in the „Still Life with Carpet, Plate of Candied Citrus Fruit and Sweets…“ sold at Christie’s in London (image 3 – 8-9 December 1994, no. 379)
ADDITIONAL INFORMATION:
The work being sold is beautifully framed and comes with a certificate of authenticity and guarantee.
Antonio Tibaldi (Rom, ca. 1633 – ca. 1684)
Stilleben mit kostbaren Gegenständen, Brokatstoffen und einem Teller mit Süßigkeiten
C. 1650/1660
Öl auf Leinwand (96 x 130 cm – Gerahmt 115 x 150 cm)
Weitere Informationen über den Künstler finden Sie in dem Aufsatz: „Stilllebenmaler in Rom. Italienische Künstler, 1630-1750“ – Gianluca und Ulisse Bocchi – 2005
Dieses prestigeträchtige Stillleben mit seinem unglaublichen szenischen Effekt zeigt eine opulente Auslage von kostbaren Gegenständen, darunter Vasen, Krüge und Teller aus Edelmetall, ein Saiteninstrument (eine Gitarre), ein Kissen und einen eleganten, mit Goldfäden bestickten Stoff. Auf der rechten Seite öffnet ein kostbarer Damastvorhang die Szene wie ein Theatervorhang.
Die großen Abmessungen des Gemäldes entsprechen dem typisch römischen Format der so genannten „Kaiserleinwand“, einer barocken Bezeichnung für Gemälde mit einer Größe von etwa 130 x 90 cm.
Das Gemälde stammt von dem römischen Maler Antonio Tibaldi, dessen Kompositionen im barocken Rom dank seiner besonderen Aufmerksamkeit für die Wiedergabe der exquisiten Details der dargestellten Gegenstände großen Erfolg hatten, was jedes seiner Werke besonders kostbar und elegant machte.
Er arbeitete zeitgleich mit Carlo Manieri, mit dem er einige der gleichen Darstellungsformate teilte. Während letzterer sich jedoch mit der Darstellung aufwendiger architektonischer Strukturen begnügte, neigte Tibaldi stärker zur Sättigung der Räume und zu Hintergründen, die von schweren Draperien umschlossen waren, ganz im Sinne von Francesco Maltese.
Zum Vergleich, der unsere Zuschreibung stützt, kann man die beiden „Stilleben mit Brokaten und Goldschmiedearbeiten“ im Musée Fresch in Ajaccio (Frankreich) anführen, die um 1650 von Kardinal Fresch in Rom in Auftrag gegeben wurden und mehr als ein konkurrierendes Element aufweisen, was sich auch in der hier vorgestellten Leinwand widerspiegelt.
Das Paar „Stilleben mit einer Schatulle, Süßigkeiten und Kostbarkeiten“, das Tibaldi korrekt zugeschrieben und 1987 auf dem Mailänder Antiquitätenmarkt verkauft wurde (Bild 2 – Finarte, Mailand, 6./7. Mai 1987, Lose 246 und 247, als F. Fieravino), ist ebenfalls nahezu identisch mit dem unseren. Auf einem der beiden Gemälde ist die wichtige gravierte Schatulle mit dem heraldischen Emblem dreier Bienen versehen, was auf einen Auftrag der Familie Barberini hinweist.
Dies beweist, dass Antonio Tibaldi in einem römischen Patriziat, das diesen pompösen Darstellungen besonders zugeneigt war, großes Ansehen genoss und für die mächtigsten römischen Familien arbeitete: Zu den einflussreichsten Auftraggebern gehörten neben den Barberini (Papst Urban VIII.) auch die Chigi (Papst Alexander VII.) und die Colonna.
Unser Gemälde zeigt auch ein Wappen, das allerdings schwer zu deuten ist (in der Nähe des Sockels der Vase, in vergoldetem Metall geprägt), mit einem zügellosen Löwen in einem ovalen Schild, der von einer Krone überragt wird.
Tibaldis künstlerisches Schaffen ist durch eine Reihe von wiederkehrenden Motiven gekennzeichnet, die wir auch in unserem Werk wiederfinden: Dazu gehört die Tendenz, den Bildraum so weit wie möglich auszufüllen, indem Teppiche oder Damaststoffe auf Steintische gelegt werden, die mit von der Renaissance inspirierten Motiven verziert sind. Aber auch die typischen zuckerhaltigen Süßigkeiten, hier auf einem Silbertablett arrangiert: Kekse und kandierte Früchte, die Tibaldi auf eine sehr persönliche und unverwechselbare Weise darstellt, indem er ihnen eine schwammige Textur verleiht. Die gleichen Süßigkeiten finden sich nicht nur in den oben genannten Werken, sondern auch in dem bei Christie’s in London verkauften „Stillleben mit Teppich, Teller mit kandierten Zitrusfrüchten und Süßigkeiten…“ (Bild 3 – 8.-9. Dezember 1994, Nr. 379)
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das zum Verkauf stehende Werk ist schön gerahmt und wird mit einem Echtheits- und Garantiezertifikat geliefert.
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| Epoche | Vor 1890 |
|---|---|
| Jahr | 1660 |
| Produktionszeitraum | Vor 1890 |
| Hergestellt in | Italien |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Objekt wird dem oben genannten Designer/Hersteller zugeschrieben. Es hat keine Kennzeichnung |
| Stil | Klassisch, Illustration, Italian, Louis XIV, Mediterranean, Alte Meister, Barock |
| Zustand | Gut — Dieser Vintage/antike Artikel kann einige Gebrauchsspuren wie Kratzer und andere Zeichen der Zeit aufweisen. |
| Details über Schäden und Restaurierungen |
Leichte altersbedingte Gebrauchsspuren, Altersbedingte Patina, Neu bezogen, Zum Teil restauriert
|
| Artikelnummer | CYT-2279653 |
| Material | Öl auf Leinwand |
| Farbe | Mehrfarbig |
| Breite | 150 cm 150 cm |
| Tiefe | 12 cm 12 cm |
| Höhe | 115 cm 115 cm |












































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